![]() Accutron Tischuhr zur Vergrößerung anklicken |
Das
Accutron-Uhrwerk vom
Kaliber 214 wurde auch als Tischuhr in verschiedenen Varianten
angeboten. Andere Ausführungen sind solche ohne Ziffernblatt
im Spaceview-Stil
oder im größeren Gehäuse. Klappt man den
Deckel hinten
herunter, so sieht man die Rückseite einer 214 Armbanduhr. Da im Gehäuse noch viel Platz war, kam ich auf die Idee einen richtigen Spannungsregler einzubauen. Er sollte eine Spannung liefern die der von den nicht mehr erhältlichen Quecksilberzellen entspricht. Ich habe einen Spannungsregler gefunden mit der die Uhr mit einer gewöhnlichen Lithium Knopfzelle Cr 2032 etwa zwei Jahre lang läuft. |
![]() Accutron Tischuhr Rückseite zur Vergrößerung anklicken |
In der
geöffneten
Uhr
erkennt man die Anordnung der Stromversorgung. Das
Uhrengehäuse
ist mit zwei Schrauben am Gehäuse festgeklemmt und
lässt sich
so leicht herausnehmen. Der Original-Batteriedeckel ist durch eine
Eigenanfertigung ersetzt. Rechts daneben ist der
fertig beschaltete Spannungsregler im Schrumpfschlauch zu
sehen.
Ganz rechts sitzt die Lithiumbatterie in einem Knopfzellen-Halter.
Beide
Teile sind mit doppelseitigem Klebeband am Gehäuse
befestigt. Da die Uhr ja nicht am Handgelenk sitzt, fällt der Lagefehler weg und die Uhr ist recht genau, wenn sie entsprechend durch die Gewichte an der Stimmgabel eingestellt wird. Da die Uhr ständig in der Position steht in der die Stimmgabel am langsamsten schwingt, sind die Ausgleichsgewichte entsprechend der Mittellage nach unten verdreht. Ist die Uhr richtig eingestellt, so ergibt sich eine Abweichung von ca. 1 Sekunde pro Woche. |
![]() Spannungsregler für 214 Tischuhr zur Vergrößerung anklicken |
Links im Bild
ist der
einbaufertige Spannungsregler zu sehen. Der Batterieadapter an der Uhr
ist ein selbstgefertigtes Gewinde-Drehteil. Als Material braucht man
Messing, Teflon und eine kleine Spiralfeder, möglichst
vergoldet.
Diese Feder habe ich aus einer einfachen Quarz- Armbanduhr ausgebaut,
wo sie auch dazu diente den Batterie-Kontakt zum Gehäuse
herzustellen. Es geht sicher auch einfacher, den Kontakt herzustellen,
aber solch ein Schraubkontakt mit einer Feder schließt das
Uhrengehäuse dicht ab und ergibt sicheren Kontakt ohne
allzugroßen Druck auf das Uhrwerk auszuüben. |
![]() Schaltung MAX 666 zur Vergrößerung anklicken |
Der Spannungsregler ist das IC Max 666 und kommt mit
nur vier extra-Bauteilen aus. Von ca. 2,2
Volt aufwärts
liefert die links abgebildete Schaltung eine konstante Spannung von 1,38 Volt. Das beste
ist aber
die äußerst geringe Gesamt-Stomaufnahme der Uhr von weniger als 10
Mikroampere. Mit der verwendeten Lithium-Knofpzelle bedeutet das
rechnerisch über zwei Jahre Laufzeit. Dieser von 1,3 bis 15 Volt einstellbare Spannungsregler lässt sich nicht nur für Uhren verwenden, sondern auch für batteriebetriebene Geräte mit geringem Strombedarf. Eine ausführliche Beschreibung der Schaltung und eine besonders kleine Version sind links beschrieben. |