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Diese Uhr ist die erste
batteriebetriebene Quarzuhr die in größerer Stückzahl
in Deutschland ab
1967 hergestellt wurde. Solide aus dicken und verschraubten
Messingplatten hergestellt, wiegt die Uhr 2,4 Kg. Der
Kaufpreis betrug 785
DM., was damals für eine Uhr bestimmt viel Geld war. Die Gangabweichung wurde mit 0,1 Sekunden Abweichung pro Tag angegeben. Das ist auch für heutige Verhältnisse ein guter Wert. Die Uhr ist ein wirklich schönes Stück Zeitgeschichte, da die klare Formgebung und der solide Aufbau noch heute begeistern können. |
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Macht man den rückseitigen
Deckel auf, so kommt man aus dem Staunen nicht heraus. .Ein 12,8 khz
Quarz in einem Glaskolben, so groß wie eine Radioröhre und
einzelne steckbare Einheiten. Es sind zehn Teilerstufen und die
Quarz-Schwingschaltung auf 11 Platinen verteilt. In der
Uhr ist alles so klar und modular aufgebaut, das sie schon als
Demonstrationsmodell für die Funktionsweise einer Quarzuhr dienen
könnte. Ein "Purist" wird sofort erkennen das der Quarz anders als im Original aussieht. Ich habe ihn wegen dem schönen Aussehen von seiner häßlichen Schaumstoffhülle befreit und ihn genauso weich wie im Original mit zwei Schläuchen auf der Platine befestigt. So kann man auch in der zusammengebauten Uhr das Innenleben eines Schwingquarzes sehen. Das Uhrwerk wird durch einen magnetischen Drehschwinger durch eine Spule mit 12,5 Hz angetrieben. Die Übertragung zum Uhrwerk erfolgt durch einen federnden "Finger" aus Stahlblech, der ähnlich wie bei den Stimmgabeluhren ein Zahnrad bewegt. Eine rubinbesetzte Sperrklinke am Uhrwerk hindert das Rad am zurückdrehen. |
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Im Detail sind hier die
herausgezogene Platine einer Teilerstufe und der ausgelötete Quarz
zu sehen. Die Bauteile sind einzeln aufgelötet und der Quarz ist
einer von der ersten Sorte im Glasgehäuse und mit einer recht
niedrigen Frequenz. Zieht man die Stromversorgung vom Uhrwerk ab, so
hört man den Quarz sogar pfeifen. Das Uhrwerk mit 15 Rubinen habe ich vollständig zerlegt, gereinigt, geschmiert und alles wieder zusammengebaut. Nach der Prüfung und Einstellung mit der Zeitwaage hält die Uhr die Vorgabe von einer Abweichung von 0,1 Sekunden pro Tag auch heute noch mühelos ein. Da der "Finger" (Die Antriebsklinke) der die Uhr antreibt, bei mir schon ziemlich abgenutzt war, habe ich ihn durch höherlegen der Drehschwinger- Einheit an eine unbenutzte Stelle geschoben, so daß die Uhr jetzt wieder einwandfrei läuft. Wenn nämlich der "Finger" nicht tief genug in das Zahnrad eintaucht, geht die Uhr sporadisch nach, weil dann kein zuverlässiger Eingriff in das Zahnrad erfolgt. Die Uhr läuft jetzt schon ein Jahr lang völlig einwandfrei und ist sogar noch deutlich genauer als die angegebenen 0,1 Sekunden pro Tag. Ein halbes Jahr danach hat sich allerdings herausgestellt, das die Antriebsklinke sich wieder abgenutzt hat. Deshalb habe ich auf diese Stelle einen kleinen Rubin aufgeklebt. Ein paar Bilder und die Vorgehensweise dazu finden sich hier |