![]() Bulova Accutron Spaceview, zur Vergrößerung anklicken |
In den sechziger Jahren geschah der
Umbruch von der mechanischen zur elektrischen Uhr. Anfangs wurde dazu
die Unruh nicht mehr mit einer Feder angetrieben, sondern dies
bewerkstelligten kontaktgesteuerte Elektromagnete. Die Firma Bulova
stellte als
erstes Armbanduhren her, bei denen der Antrieb durch eine mit 360Hz
schwingende
Stimmgabel erfolgte. Eine Stimmgabel schwingt gleichmäßiger
und mit viel höherer Frequenz als herkömmliche Uhren mit
einer Unruh. 2 Sekunden Abweichung pro Tag wurden garantiert. Diese
Uhren stellten damals eine Revolution im
Uhrenbau dar, da sie wesentlich genauer als die herkömmlichen
Uhren sind. Wegen der aufwendigen Fertigung waren sie damals allerdings
mit ca. 500 DM recht teuer. Sogar im Weltraum taten diese Uhren ihren
Dienst. Das Modell "Spaceview" mit sichtbarem Innenleben ist wohl das
bekannteste und beliebteste Objekt in den heutigen Sammlerkreisen. Alle hier vorgestellten Modelle sind konstruiert von Max Hetzel, dem Erfinder der Stimmgabeltechnik. Ein zeitgenössischer Bericht, eine Anzeige und die Vorgehensweise bei der Herstellung der Klinkenräder finden sich hier Meine nachfolgenden Ausführungen sind
auf das Innenleben der Uhren gerichtet, also für die
Technikbegeisterten unter den Uhrenliebhabern. Ich sammle die
Uhren unter diesem Gesichtspunkt. Andere Webseiten über das
Sammeln von Stimmgabeluhren gibt es durchaus, aber es ist mir keine
bekannt, wo auch Stroboskop-Filme gezeigt werden. Siehe dazu den
Abschnitt "Filme"
Ich kenne keine Uhr auch heute nicht, die solch kleine mechanischen
Bauteile hat. Außerdem summen
Stimmgabeluhren auch leise in der Frequenz mit der die Stimmgabel
schwingt. Der Sekundenzeiger zieht gleichmäßig seine
Bahn.... Das ist die Faszination die von solchen Uhren ausgeht und die
auch mich immer wieder beeindruckt. |
![]() Toleranzbereich der Stimmgabelamplitude, zur Vergrößerung anklicken |
In der Uhr befindet sich eine
kleine Stimmgabel die elektrisch in Schwingungen versetzt wird. An
einem Ende der Stimmgabel ist ein Flachdraht mit einem rechteckigen
Rubin befestigt Die horizontalen Bewegungen der Stimmgabel werden dann
durch ein Zahnrad in drehende umgewandelt. Eine Sperrklinke verhindert
das zurückdrehen und
ermöglicht so die stetige Fortbewegung des Rades.Dieser
Mechanismus ist ziemlich empfindlich, ist doch ein Zahn auf dem
Klinkenrad nur 0,025mm breit und 0,01mm hoch.
Das Klinkenrad von 2,4mm Durchmesser hat 300 solcher Zähne. Es ist
aus Berylliumkupfer, ein Material was sich besonders gut fräsen
läßt. Die eigentliche Verbesserung der Ganggenauigkeit
gegenüber den
Uhren mit einer Unruh, kommt durch die Konstanz der
Stimmgabelschwingungen und der höheren Frequenz zustande. Die Seite Toleranzbereich der Stimmgabelamplitude erklärt mit animierten Bildern in welchem Amplitudenbereich die Uhr richtig läuft. |
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