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Jetzt kommt das Accutron Test-Set
zum Einsatz, welches eine reduzierte Spannung liefert, mit der die
Klinken etwas über eine Zahnlänge schwingen und dann richtig
eingestellt werden können. Auch dies wird in der
Original-Anleitung genau beschrieben. Das links abgebildete Test-Set habe ich etwas modifiziert. Der Anschluss der Knopfzelle ist mit einer regelbaren Spannungsquelle von 0,7 bis 1,5 Volt verbunden. In dem nächsten Abschnitt "Modifiziertes Accutron-Test Set" wird die Einstellung des Klinkensystems genauer beschrieben. Der Grund für die regelbare Spannungsquelle liegt in dem Unterschied zwischen den damaligen 1,35 Volt Quecksilberoxidbatterien zu den heutigen Silberoxidbatterien mit 1,55 Volt. Um überhaupt mal zu sehen, wie die Amplitude sich bei verschiedenen Spannungen und Kalibern ändert habe ich eine Messreihe gemacht. Auf Grund der Messreihe habe ich den Klinkenabstand der Accuquartz mit einer Spannung von 0,95 Volt eingestellt. Unter dem Mikroskop konnte ich das nachprüfen, die Antriebsklinke schwingt dann mit etwas über einer Zahnlänge. Bei der eigentlichen Einstellung des Klinkenabstandes mit dem Exenter der Sperrklinkenbrücke habe ich die beiden Blockierschrauben schon fast fest angezogen. Sind diese zu lose, verstellt sich der Abstand der Klinken beim Anziehen wieder. Hat das Mikroskop z.B. durch stärkere Okulare noch Vergrößerungsreserve, so kann man im laufenden Betrieb mit der Stroboskoplampe und bei langsamer Verringerung der Spannung die Einstellung genau kontrollieren. Mit etwa 160-facher Vergrößerung kann man wirklich alles gut erkennen. |
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Schon vorher habe ich die beiden
Justierungsbleche an den Stimmgabelenden auf Mittenstellung gebracht.
Ich war mächtig erstaunt als die Uhr erst nach einer Woche eine
Sekunde Abweichung zeigte. Erst später
wußte ich das ich mir als
"Erstlingswerk" die genaueste Stimmgabelarmbanduhr die es gibt
ausgesucht hatte. Hier bestimmt nämlich
der Quarz die Genauigkeit und nicht die Stimmgabel. Daher kann
diese Uhr auch nicht mit den Justierungsblechen eingestellt werden. Wie
das anders gemacht wird steht unter anderem auf der Seite
"Stimmgabeluhren auf der Zeitwaage" Das links abgebildete Gerät ist ein Selbstbau der als Uhrenbeweger und als Demonstrationsgerät des Klinkenantriebes dient. Man kann stufenlos die Drehzahl und die Amplitude einstellen und sieht die Funktion in langsamer Abfolge ganz genau. Darüber kommt aber auch noch ein Bericht. Die Freude über die geleistete Arbeit ist riesig, der Kalender und die Zeigerstellung funktionieren einwandfrei, man kann das kaum in Worte fassen. Geradezu überwältigend, gegenüber einer "nur" gekauften Uhr die man ja auch schon stolz am Handgelenk trägt. Man bekommt aber gleichzeitig auch einen Respekt vor dem Beruf des Uhrmachers. Die Uhr läuft nun schon seit einem Jahr mit gleichbleibender Genauigkeit und der selben Batterie ! |